Michael Geadt, Entertainer

Radverkehr

Der Drahtesel kennt keinen Stau

„Egal ob privat oder auf dem Weg zu einem Auftritt – mit meinem Rad bin ich schnell und flexibel in Stuttgart unterwegs. Und das ganz ohne Stau.” Comedian Michael Gaedt („Die kleine Tierschau“) hat Rückenwind. In den entferntesten Ecken der Stadt wird der Tierfreund mit seinem Drahtesel gesichtet. Und auch bei Radsportveranstaltungen für den guten Zweck tritt der schwäbische Entertainer regelmäßig in die Pedale und hat obendrein auch noch jede Menge Spaß dabei.

Eine ganze Reihe von Menschen genießt bereits wie Michael Gaedt den Spaß am Radfahren. Aber es könnten noch viel mehr sein. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat bereits vor Jahren mit der Förderung des Radverkehrs begonnen: Langfristig soll jeder Fünfte in Stuttgart mit dem Rad unterwegs sein. Denn das hat viele Vorteile: Es ist günstig und flexibel, man muss nicht nach einem Parkplatz suchen und tut obendrein noch etwas für die eigene Gesundheit und die Umwelt.

Für die Radfahrer in der Landeshauptstadt hat sich schon vieles verbessert: Aktuell können sie in Stuttgart auf 180 Kilometern Radweg sicher unterwegs sein. Und die Förderung des klimafreundlichen Radverkehrs geht weiter: Der Ausbau der Hauptradrouten wird beschleunigt. Das unterstützt auch der Aktionsplan „Nachhaltig mobil in Stuttgart”. Insbesondere das Projekt „Rad und Schule” verdient Beachtung: Dazu werden Radschulwegpläne erstellt und umgesetzt, neue Fahrradprojekte an Schulen initiiert und eine neue Jugendverkehrsschule am Westbahnhof errichtet.

Flexibel mit dem Rad unterwegs

Insgesamt geht es darum, das Radfahren in Stuttgart einfacher und flexibler zu machen. Die Mitnahme von Rädern im ÖPNV ist bereits weitgehend kostenlos. Gleichzeitig werden die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Stadt verbessert. Für Menschen aus der Region wird das Radeln in Stuttgart ebenfalls attraktiver: Fahrrad-Service-Stationen an Bahnhöfen und unterschiedliche Bike & Ride-Angebote erleichtern die Fortbewegung auf zwei Rädern. Ein ausgedehntes „Call a bike”-Netz bietet zudem neue Freiheiten, die weit über den Innenstadtkern hinaus gehen. Und keine Angst: Um dieses Angebot zu nutzen, muss man keine Sportskanone sein. Seit 2011 bietet die Leihradflotte der Stadt auch Pedelecs an. Bei diesen hilft ein kleiner Elektromotor der eigenen Muskelkraft auf die Sprünge und die topografische Lage der Stadt im Kessel mit bis zu 300 Metern Höhenunterschied ist plötzlich kein Problem mehr.

Mitreden im Stuttgarter Radforum

Zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans hat die Landeshauptstadt das Stuttgarter Radforum ins Leben gerufen. Fachkundige Bürger und Institutionen kümmern sich hier in acht Projektgruppen um alle Aspekte der Fahrradförderung – Mitreden ausdrücklich erwünscht! Ein 10-Punkte-Maßnahmen-Katalog sagt, wie die Bedingungen für Radfahrer in der Stadt verbessert werden können. Profitieren sollen künftig übrigens auch alle, die mit dem Rad zur Arbeit fahren: Auch die betriebliche Radverkehrsförderung ist in die städtische Verkehrspolitik zur Förderung nachhaltiger Mobilität eingebunden.