30.06.2016

Stadt testet Hybrid-Kehrmaschine

Die zwei Kleinkehrmaschinen mit Elektroantrieb der Firma Kärcher haben sich den Herausforderungen bei der Reinigung der Stuttgarter Außen- wie auch der Innenbezirke mit ihren zahlreichen Fußgängerzonen gestellt.

Stadt testet Hybrid-Kehrmaschine

"Im Rahmen des Aktionsplans "Nachhaltig mobil in Stuttgart" werden auch die Müll- und Kehrfahrzeuge der Abfallwirtschaft - wo es möglich ist - sukzessive auf Elektroantrieb umgestellt", sagte der technische Bürgermeister, Dirk Thürnau. Damit könne die Luft- und Lärmbelastung in Stuttgart weiter reduziert werden. "Wichtig dabei ist auch, dass wir unseren Strom aus ökologischen regenerativen Energiequellen beziehen", so Thürnau weiter. Die Stadt hat daher schnell zugegriffen, als sie neben Ludwigsburg und Wismar das Angebot zur Testphase des Pilotprojekts Hybrid-Kehrmaschine bekam, für das die Serienreife geplant ist. Für 1,5 Stunden reicht die reine Batterieleistung eines der durch seine "Knicklenkung" extrem wendigen Kleinfahrzeuge, danach müsste es für 45 Minuten zurück ans Netz.

Mit dem eingebauten "range-extender" - einem Diesel-Aggregat - ist es jedoch auch möglich, die Batterie während des Einsatzes zu laden, um auf diese Weise einen Dauerbetrieb zu gewährleisten. In Stuttgart würden die Fahrzeuge jedoch im reinen Elektrobetrieb eingesetzt, betonte Thürnau. Bisher verfügt die Stadt über acht Kleinkehrmaschinen mit konventionellem Antrieb. Unterstützt wird die Entwicklung und Erprobung neuer Antriebe von der 2012 eingeführten Förderinitiative "Schaufenster Elektromobilität" der Bundesregierung, dem LivingLab BW mobil des Landes Baden-Württemberg sowie der Region Stuttgart.

Foto: Thomas Hörner/Kraufmann