11.08.2016

stella-sharing

Unter dem Namen „stella-sharing“ bieten die Stadtwerke Stuttgart das erste E-Roller-Sharing für die Landeshauptstadt an.

stella-sharing

„E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein der urbanen Energiewende“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Kieser. „Mit unseren stella E-Rollern leisten wir einen Beitrag zur ökologischen, flexiblen und bezahlbaren E-Mobilität in der Großstadt. Natürlich fahren die E-Roller mit unserem Ökostrom – und entlasten uns alle damit auch ein wenig von den negativen Folgen des Auto- und Lkw-Verkehrs.“ Die blauen stella E-Roller im traditionellen Rollerdesign verkörperten die Energiewende ebenso wie Emotionalität und Lifestyle, so Kieser.

Die Fahrt mit einem stella E-Roller kostet entweder 0,19 € pro Minute oder 0,59 € pro Kilometer. Abgerechnet wird automatisch der preisgünstigere Tarif. Fahrtpausen werden mit 0,05 €/Minute berechnet. Die Tages-pauschale für den stella E-Roller beträgt 29 €. Bei der Registrierung fallen einmalig 19 € an, dafür erhält der Nutzer 100 Freiminuten. Eine monatliche Grundgebühr gibt es nicht. Direkt nach jeder stella-Fahrt erhält der Nutzer eine Fahrtübersicht per Mail. Gebucht und genutzt werden die stella E-Roller über eine kostenlose App. Auch die einmalige Registrierung und  Führerschein-Verifizierung erfolgt in der Regel online über die Homepage http://www.stella-sharing.de beziehungsweise per skype-Anruf beim stella-Team. Alternativ dazu sind Anmeldung und Verifizierung auch im Kundencenter der Stadtwerke im Tagblatt-Turm, Eberhardstraße 61 in 70173 Stuttgart, zu den Geschäftszeiten möglich.

„Mit stella-sharing betreten wir echtes Neuland in Stuttgart“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Kieser. Darum habe man mit der Firma Electric Mobility Concepts GmbH, die in Berlin unter dem Namen „eMio“ bereits seit Sommer 2015 eine Sharing-Flotte mit 150 E-Rollern betreibt, einen erfahrenen Kooperationspartner gewählt. Das Berliner Unternehmen ist künftig auch für die Software zum Betrieb der stella E-Roller in Stuttgart und für die Abrechnung der einzelnen Fahrten zuständig; ebenso für die von Montag bis Sonntag rund um die Uhr erreichbare Service-Hotline. Die Stadtwerke Stuttgart sind Eigentümerin und Betreiberin der stella E-Roller. „Die Stadtwerke Stuttgart sind für uns der erste Kooperationspartner in dieser Hinsicht“, sagte Hauke Feldvoss, Geschäftsführer von eMio. „Wir freuen uns, dass wir mit den Stadtwerken jemanden als Partner gefunden haben, der bereit ist, Pionierarbeit zu leisten und hier in der Region einen ersten Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft zu gehen.“

In der ersten Pilotphase von August bis Oktober 2016 starten die Stadtwerke zunächst mit 15 stella E-Rollern, die im gesamten Stadtgebiet Stuttgart gefahren werden können. Die Miete starten und beenden kann man im Bereich der Stuttgarter City, der in der App gekennzeichnet ist. Nach der Winterpause zum Saisonstart am 1. März 2017 soll die Fahrzeugflotte auf 75 E-Roller ausgebaut werden – dann kann die Miete  an jedem beliebigen Ort im gesamten Stadtgebiet gestartet und beendet werden. Jeder stella E-Roller ist mit zwei Helmen (plus Hygienehaube) ausgestattet. „Dadurch sind auch spontane Fahrten möglich, das gibt dem Nutzer volle Flexibilität“, sagte Kieser. Stella E-Roller seien im Übrigen keine Konkurrenz, sondern eine „sinnvolle Ergänzung“ des Mobilitätsangebots in Stuttgart.

Die stella E-Roller werden vom niedersächsischen Hersteller Emco geliefert. Sie haben einen Motor mit 2 kW, fahren maximal 45 km/h und können mit einem Alter ab 18 Jahren (inklusive ein Jahr Fahrpraxis) mit dem regulären Motorrad- oder Autoführerschein genutzt werden. Die Reichweite mit einer Akkuladung beträgt 100 Kilometer. Den Tausch  leeren gegen volle Akkus übernimmt direkt am E-Roller die Stuttgarter Firma VeloCARRIER mit ihren elektrischen Lastenfahrrädern. Auch VeloCARRIER fährt mit Ökostrom der Stadtwerke.

„Wir denken die Energiewende integriert und vernetzt“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Kieser. „E-Mobilität, das Laden elektrischer Fahrzeuge mit Photovoltaikanlagen, das Speichern von elektrischer Energie oder die Ausrüstung großer Wohngebäude und Quartiere mit Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge  müssen heute zusammen gedacht werden. So gesehen ist  stella-sharing nur ein Anfang – allerdings ein besonders reizvoller.“

 

Foto: Stadtwerke Stuttgart