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  • 30. Januar 2026

    Öffentlicher Nahverkehr

    Neuer Nahverkehrsplan für Stuttgart beschlossen

    Der neue Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Stuttgart ist am 29. Januar 2026 vom Gemeinderat beschlossen worden. Trotz angespannter Haushaltslage sichert die Stadt das bestehende ÖPNV-Angebot. Vorgesehen sind gezielte Ausbaumaßnahmen bei Stadtbahn und Bus sowie Investitionen in Infrastruktur und Qualität.

    Der neue Nahverkehrsplan sieht gezielte Maßnahmen vor, um die Leistungsfähigkeit des Systems langfristig zu sichern. Ein zentrales Element ist die verbindliche Grunderneuerung der Schieneninfrastruktur, um die Qualität und Betriebssicherheit der Stadtbahn dauerhaft zu gewährleisten. Darüber hinaus sind mehrere konkrete Ausbauprojekte vorgesehen. Dazu gehören der Einsatz längerer Stadtbahnzüge auf der Linie U1, die Verlängerung der Linie U13 bis nach Hausen sowie der Ausbau der Linie U19 im Zusammenhang mit der Entwicklung des Neckarparks und ihre Verlängerung bis zur Mercedes-Benz-Welt als reguläre Linie. Zudem ist der Bau eines neuen Stadtbahnbetriebshofs in Weilimdorf geplant.

    Auch im Busverkehr sind Verbesserungen vorgesehen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Flughafenbahnhofs soll die Buslinie 65 zwischen Heumaden und dem Flughafen häufiger verkehren. Außerdem ist geplant, die Buslinie 42 während der Hauptverkehrszeiten künftig im Fünf-Minuten-Takt anzubieten.

    Weitere Informationen zum Gemeinderatsbeschluss.

    Detailinformationen zum Nahverkehrsplan.

    Stadtbahn U15 Ruhbank
    Foto: SSB AG
  • 30. Januar 2026

    Elektromobilität

    Zahl elektrischer Pkw in Stuttgart steigt

    In Stuttgart ist die Zahl der Elektrofahrzeuge im Jahr 2025 entgegen dem Gesamttrend deutlich gestiegen. Bei rückläufigen Zulassungszahlen waren fast 70 Prozent der Neuzulassungen Fahrzeuge mit mindestens einem Elektromotor.

    Während der Gesamtbestand an Pkw in Stuttgart im vergangenen Jahr um 3.826 auf 293.642 Fahrzeuge zurückging, verzeichneten Elektrofahrzeuge mit einem Plus von 3.899 Fahrzeugen das stärkste Wachstum unter allen Antriebsarten. Auch die Zahl der Hybridfahrzeuge (3.664) und Plug-in-Hybride (579) legte zu, während Fahrzeuge mit Diesel- (-2.878) und Benzinmotor (-8.919) auf Stuttgarts Straßen weniger werden.

    Im vergangenen Jahr wurden in Stuttgart insgesamt 34.233 neue Pkw zugelassen. Auf Benziner und Diesel entfielen dabei nur noch etwas mehr als 30 Prozent. Fast 70 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge fahren mit mindestens einem Elektromotor: 25,9 Prozent entfallen dabei auf Hybridfahrzeuge, 19,4 Prozent waren Plug-In-Hybride. Mit 23,9 Prozent hat der Anteil der Elektroautos einen neuen Höchststand erreicht. Die Stadt rechnet mit einem weiteren Anstieg dieses Wertes. Für 2029 wird ein Anteil von mehr als 50 Prozent erwartet.

    Weitere Informationen zum Thema sind in dieser Meldung zu finden.

  • 20. Januar 2026

    Gemeinwohl

    Umnutzung der RegioRad-Stationen

    Das derzeitige Radverleihsystem RegioRadStuttgart wird Ende 2026 beendet und ab Januar 2027 durch einen neuen Anbieter ersetzt.
    Die bisherigen Stationen müssen zurückgebaut werden, auch die fest verankerten Stelen an 202 Stationen, die vernichtet werden würden.

    Nun hat der Verein Stuttgart Solar e.V. einen Vorschlag unterbreitet, diese Stelen umzubauen, so dass eine sinnvolle Nachnutzung für die Allgemeinheit möglich sein kann. Die Stationen sind alle an zentralen Orten und Verkehrsknoten platziert. An all diesen Orten könnte eine Notrufsäule mit Defibrillator einen wichtigen Beitrag zur schnellen Hilfe im Notfall leisten. Da der Stromanschluss und die Säule ja schon vorhanden sind, wird der Umbau mit wenig Aufwand möglich sein.

    Derzeit läuft noch eine Crowdfunding-Aktion, um eine Säule beispielhaft umzubauen und daraus die Kostenanalyse für den Umbau aller Stationen ableiten zu können.

    Alle weiteren Informationen zu diesem Projekt und zur Teilnahme am Crowdfunding sind auf dieser Seite zu finden.  

    Defibrillator an ehemaliger RegioRad-Stele; Foto: Stuttgart-Solar e.V.
    Foto: Stuttgart-Solar e.V.
  • 17. Dezember 2025

    Klimafreundliche Mobilität

    Konzept der Mobilitätsstationen

    Ein neues Konzept bündelt verschiedene Verkehrsangebote an zentralen Orten im Stadtgebiet. Bus, Bahn, Sharing und Fahrrad sollen besser verknüpft werden. Rund 200 Standorte sind geplant. Eine schrittweise Umsetzung mit einheitlicher Gestaltung ist vorgesehen.

    In Stuttgart soll es ein Netz von Mobilitätsstationen geben, um die klimaschonende Mobilität zu fördern. Die Mobilitätsstationen sollen unterschiedliche Verkehrsangebote an zentralen Standorten bündeln und den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität erleichtern. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat am 16. Dezember 2025 das Konzept zur Kenntnis genommen und die Verwaltung mit konkreten Umsetzungsschritten beauftragt.

    Mobilitätsstationen sind ein zentrales Element des Klimamobilitätsplans der Landeshauptstadt. Sie verknüpfen Angebote wie öffentlichen Nahverkehr, Carsharing, Bikesharing und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten an einem Ort. Ziel ist es, Wege einfacher zu gestalten, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen. Bisher vorhandene Angebote sind in Stuttgart zwar vielfältig, jedoch oft nicht systematisch miteinander verbunden und im Stadtbild uneinheitlich erkennbar. Das nun vorliegende Konzept schafft hierfür einen verbindlichen Rahmen.

    Alle weiteren Informationen sind auf dieser Seite zusammengefasst.

    Mobilitätsstation in Stuttgart-Vaihingen. Foto: Julien Arnold / DB
    Mobilitätsstation in Stuttgart-Vaihingen. Foto: Julien Arnold / DB
  • 12. Dezember 2025

    Rad- und Fußverkehr

    Neue Behelfsbrücke über den Neckar in Bad Cannstatt

    In Bad Cannstatt wurde am 12. Dezember 2025 die neue Behelfsbrücke über den Neckar freigegeben. Sie ermöglicht Fußgängern und Radfahrern eine sichere, barrierefreie Querung. Diese Brücke ersetzt die Rosensteinbrücke bis zum Neubau.

    Das provisorische Bauwerk befindet sich an jener Stelle, an der bis Juli 2024 die Rosensteinbrücke gestanden hat. Mit dem Bau der Behelfsbrücke hat die Stadt Stuttgart eine Ersatzroute geschaffen, die während der Übergangszeit die Verbindung zwischen der Neckarvorstadt und Bad Cannstatt sicherstellt. Für den Stadtbezirk bedeutet dies, dass für den Fuß- und Radverkehr zentrale Ziele weiterhin erreichbar sind, auch, wenn die Strecke künftig etwas länger ausfällt. Durch die barrierefreie Gestaltung ist der Übergang gut nutzbar.

    Die Übergangsbrücke ist 70 Meter lang und rund 5 Meter breit, mit einer nutzbaren Verkehrsflächenbreite von 4,20 Metern für den Fuß- und Radverkehr. Sie besteht aus einem vollverzinkten Stahlfachwerk und ist mit einem glasfaserverstärkten Belag ausgestattet.

    Eröffnete Behelfsbrücke in Bad Cannstatt - Foto: Thomas Hörner / LHS
    Eröffnete Behelfsbrücke in Bad Cannstatt - Foto: Thomas Hörner / LHS
  • 28. November 2025

    E-Lastenräder

    Förderung für Familien bis Ende 2025

    Mit dem Förderprogramm „E-Lastenräder für Stuttgarter Familien“ hat die Landeshauptstadt Stuttgart seit 2018 zahlreiche Familien bei der Anschaffung eines Lastenrades mit einem Zuschuss unterstützt.

    Das Förderprogramm läuft zum Jahresende 2025 aus. Familien und Alleinerziehende mit Hauptwohnsitz in Stuttgart und mindestens einem minderjährigen Kind können noch bis 31. Dezember 2025 (Eingangsdatum) einen Antrag auf Förderung stellen. Eine Bewilligung kann unter Vorbehalt der noch verfügbaren Fördermittel gewährt werden.

    Alle Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung finden sich hier:

    Lastenradförderung Stuttgart

    verschiedene Lastenräder bei der Cargobike-Roadshow 2024
  • 31. Oktober 2025

    Radverkehr

    Radroute zwischen Wangen und Hedelfingen fertiggestellt

    Die Hauptradroute 2 ist nun zwischen den Otto-Konz-Brücken und dem Hedelfinger Platz ausgebaut. Damit steht Radfahrenden eine rund 1,5 Kilometer lange, durchgehende und sichere Strecke in beide Richtungen zur Verfügung. Stuttgart verbessert mit neuen Radfahrstreifen, breiteren Gehwegen und Begrünung die Bedingungen für Radfahrende und Fußgänger – ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Mobilität in der Stadt.

    Die Umgestaltung der Hedelfinger Straße bringt mehr Sicherheit und Komfort für alle: Es wurden beidseitig Radfahrstreifen eingerichtet, Gehwege erneuert und verbreitert sowie zehn neue Bäume gepflanzt, die für ein besseres Stadtklima sorgen. Auch die Fahrbahnen wurden modernisiert und mit Sickerpflaster ausgestattet, um das Mikroklima zu verbessern.

    Der jetzt fertig gestellte Bauabschnitt schließt an den bereits ausgebauten ersten Abschnitt an. Die Bauarbeiten fanden von September 2023 bis Oktober 2025 statt. Um den Verkehr zu entzerren, wurde die Kesselstraße als Haupterschließungsachse für das angrenzende Gewerbegebiet gestärkt. So wird die Hedelfinger Straße künftig vom Durchgangsverkehr – insbesondere vom Schwerlastverkehr – entlastet. Das erhöht die Sicherheit für den Radverkehr.

    Radfahrer
    Symbolbild. Foto: pixabay, Jean-Paul Brehaut
  • 24. Oktober 2025

    E-Mobilität

    Stadtwerke Stuttgart bieten zahlreiche neue Ladesäulen

    Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) betreiben das größte flächendeckende Ladenetz in Stuttgart und bauen die öffentliche Ladeinfrastruktur immer weiter aus. Bis 2035 möchten sie die Voraussetzungen für bis zu 14.000 Ladepunkte in der Landeshauptstadt schaffen.

    Ladeinfrastrukturprojekt im Römerkastell mit insgesamt 56 Ladepunkten

    Im April 2025 haben die Stadtwerke ihren E-Ladepark im Römerkastell in Bad Cannstatt in Betrieb genommen. Das kommunale Unternehmen hat dort 56 der insgesamt 300 Parkplätze in Kooperation mit der MKM Römerkastell GmbH & Co. KG mit Ladepunkten ausgestattet. Dank der SWS-Ladeinfrastruktur können E-Mobilisten während ihres Aufenthalts im Römerkastell das dort ansässige Gewerbe, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten nutzen und gleichzeitig bequem ihr E-Fahrzeug laden.

    Auch für die Anwohnerinnen und Anwohner ist der Ladepark eine gute Nachricht. Mit 50 AC-Ladepunkten und 6 DC-Ladepunkten, sogenannten Schnellladepunkten, verfügt das Areal nun über ein großes Ladeangebot. Jeder AC-Ladepunkt verfügt über eine Leistung von bis zu 22 Kilowatt. An den DC-Ladepunkten
    laden Kundinnen und Kunden mit einer Leistung von bis zu 300 Kilowatt. Wie an allen SWS-Ladepunkten fließen auch im Römerkastell 100 Prozent Ökostrom in die Fahrzeugbatterie.

    SWS und VfB Stuttgart setzen auf nachhaltige Mobilität

    Mit dem Elektrofahrzeug zur MHP Arena und danach mit nachhaltig aufgeladener Batterie nach Hause – um die klimafreundliche Mobilität zu fördern, haben die Stadtwerke Stuttgart im August 2025 gemeinsam mit dem VfB Stuttgart sechs öffentliche Ladesäulen direkt vor dem VfB-Clubzentrum in Betrieb genommen.

    Allen Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besuchern des Vereinsgeländes stehen auf dem Parkplatz P3 (Mercedesstraße 109) insgesamt zwölf AC-Ladepunkte zur Verfügung. Gestaltet sind die Ladesäulen unverkennbar mit dem VfB-Wappen.

    Innovativer Schnellladepark am Bahnhof Zuffenhausen

    Der Schnellladepark der Stadtwerke Stuttgart auf dem DB-Areal im Stadtbezirk Zuffenhausen, der Mitte Oktober 2025 eröffnet wurde, ist von der Technik her anders als andere: Sie erlaubt es, Schnelllader mit Gleichstrom (DC) jetzt auch im Niederspannungsnetz zu betreiben – ein Anschluss an das Mittelspannungsnetz ist damit nicht mehr erforderlich. Möglich macht das eine innovative Batterietechnik von ADS-TEC Energy, einem Nürtinger Unternehmen, in Kombination mit einem intelligenten Energiemanagement von Vector Informatik aus Stuttgart. Diese Verknüpfung trägt dazu bei, die Energiewende effizienter zu gestalten und das Angebot an Strom aus erneuerbaren Energien im Netz optimal zu nutzen.

    An den acht ultraschnellen HPC-Schnellladepunkten können Elektroautos mit einer Leistung von bis zu 300 Kilowatt mit 100 Prozent Ökostrom der Stadtwerke Stuttgart geladen werden. In Abhängigkeit vom E-Fahrzeug ermöglicht dies die Versorgung mit Strom für 100 Kilometer Reichweite innerhalb nur weniger Minuten. Der Einsatz eines lokalen Batteriespeichers entlastet das Stromnetz in Zeiten eines hohen Energieangebots, reduziert den Netzausbaubedarf sowie Kosten und Zeit für die Realisierung von Schnellladehubs.

    Neue Lademöglichkeiten der Stadtwerke Stuttgart im Römerkastell. Foto: Stadtwerke Stuttgart GmbH
    Neue Lademöglichkeiten der Stadtwerke Stuttgart im Römerkastell. Foto: Stadtwerke Stuttgart GmbH
  • 7. Oktober 2025

    Fahrradverleihsystem

    Lime wird ab 2027 neuer Partner der Kommunen

    Der Partner für das künftige Radvermietungssystem in der Region Stuttgart steht fest: Ab Januar 2027 wird der Anbieter Lime die Pedelecs zum Verleih anbieten. Das System löst das Angebot von RegioRadStuttgart ab. Es bietet den Bürgerinnen und Bürgern künftig eine nachhaltige und flächendeckende Mobilitätslösung.

    Bereits 35 Städte und Kommunen in der Region Stuttgart haben sich dem neuen System angeschlossen. Die Gesamtkoordination des Projekts bleibt bei der Landeshauptstadt Stuttgart, das Team Mikromobilität im Amt für öffentliche Ordnung verantwortet das interkommunale Projekt. „Mit dem neuen Radvermietsystem gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu nachhaltiger Mobilität in Stuttgart“, so Susanne Scherz, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung. „Lime ergänzt unser Angebot sinnvoll und bietet den Menschen in der Stadt eine clevere Alternative zum Auto.“

    Lime startet mit 2000 Pedelecs, davon 1000 in Stuttgart. Das System ist rund um die Uhr über eine benutzerfreundliche App zugänglich. Die Pedelecs können in festgelegten Bereichen entliehen und dort wieder abgestellt werden. Geordnete Parkzonen und eine digitale Steuerung garantieren einen reibungslosen Betrieb und ein ordentliches Stadtbild. Die Akkus der Pedelecs sind austauschbar, wodurch eine fest installierte Infrastruktur, wie bei RegioRad, entfällt.

    Lime ist ein Anbieter von Mikromobilität, der weltweit E-Scooter und Pedelecs zur Nutzung im öffentlichen Raum bereitstellt. Lime konnte sich in einem transparenten Auswahlverfahren durchsetzen, bei dem insbesondere das nachhaltige Betriebskonzept, die technische Ausstattung der Pedelecs, ein kommunenübergreifender Betrieb sowie Sicherheits- und Wartungskonzepte entscheidend waren. Auch die Zuverlässigkeit des Kunden- und Beschwerdeservices spielte eine zentrale Rolle.

    Neues Fahrradverleihsystem ab 2027 - Susanne Scherz mit Max Pahlke von Lime
    Susanne Scherz, Leiterin des Amtes für öffentliche Ordnung, und Max Pahlke, Standortleitung von Lime - Foto Weichelt / LHS.